Vertane Chance für kommunale Einnahmen und Klimaschutz – Bündnisgrüne kritisieren Ablehnung von Windkraft auf städtischen Flächen Plauens

Plauen, 09.01.2026

Die Entscheidung des Plauener Stadtrates, städtische Waldflächen grundsätzlich nicht für
Windkraftprojekte zur Verfügung zu stellen, stößt beim Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN auf deutliche Kritik. Aus Sicht der Bündnisgrünen wird damit nicht nur der Ausbau
der erneuerbaren Energien gebremst, sondern auch eine wichtige Einnahmequelle für die
Stadt bewusst ausgeschlagen.

„Angesichts der angespannten Finanzlage wäre es verantwortungsvoll gewesen, dieses
Angebot zumindest ernsthaft zu prüfen“, erklärt Olaf Horlbeck, Sprecher des Bündnisgrünen-
Kreisverbandes Vogtland. „Einnahmen in Millionenhöhe hätten in Plauen die fehlenden
Mittel für den Erhalt der Straßenbahn, für Schulen, Kitas, Theater und soziale Projekte in den
nächsten Jahrzehnten sichern können. Das scheint CDU und AfD aber nicht zu interessieren.“

Nach Berichten der Freien Presse hatte der Energieversorger „eins energie“ aus Chemnitz
der Stadt die Pachtung städtischer Waldflächen zwischen Neustadt und Bergen angeboten.
Geplant war der Bau von vier Windkraftanlagen – mit einer möglichen Erlösbeteiligung über
20 Jahre. Die Mehrheit im Stadtrat, insbesondere von CDU und AfD, lehnte jedoch ab.

„Wer Investitionen in die nachhaltige Energieversorgung blockiert, handelt gegen die
Zukunft unserer Region“, so Horlbeck weiter. „Windenergie ist heute einer der wichtigsten
Bausteine für eine sichere, saubere und bezahlbare Energieversorgung. Sie schafft neue
regionale Wertschöpfung, trägt zu niedrigeren Energiekosten für Bürger und Wirtschaft bei
und natürlich auch zum Klimaschutz.“

Die Grünen fordern den Stadtrat auf, die Entscheidung zu überdenken und den Dialog mit
Anwohner:innen, Fachleuten und Betreibergesellschaften offen und transparent
fortzusetzen. „Wir müssen endlich gemeinsam klären, wo im Vogtland Windkraft sinnvoll
möglich ist – und nicht ob“, betont Horlbeck. „Plauen sollte sich nicht selbst von der
Energiewende abkoppeln und weiter auf fossile Energie und teure Importe setzen.“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich weiterhin für eine zukunftsorientierte Energiepolitik
ein, die ökonomische Vernunft und ökologische Verantwortung verbindet.